27.Kammermusikfest Hopfgarten 2021

KMF 2021: Sehnsucht und Freude

Es war ein außergewöhnliches Jahr, das uns in vielerlei Hinsicht betroffen hat. Gesundheitlich, wirtschaftlich, emotional. Nun scheint der Spuk langsam vorüberzugehen, jedenfalls macht es den Anschein, als könnten wir uns auf einen halbwegs normalen Sommer freuen. Die Sehnsucht nach Kunst und Kultur ist groß – bei uns allen: bei uns als Veranstalter, bei den Musikern – und bei Ihnen, liebes Publikum. Wir wollen das Unsere dazu beitragen und können Ihnen ein fast normales Programm anbieten: mit drei Konzertabenden wie gewohnt – lediglich auf den liebgewonnenen musikalisch-kulinarischen Abschluss auf der Hohen Salve wollen wir aufgrund der beengten Verhältnisse in der Salvenkirche heuer verzichten. Nicht verzichten werden wir jedoch auf einige Corona-Auflagen müssen – wir werden sehen, wie die genauen Bestimmungen im August aussehen werden. Aber gut, da müssen wir gemeinsam durch...

Unser künstlerische Leiter Ramon Jaffé hat  2021 ein Programm zusammengestellt, das sich kammermusikalisch wieder von der Barockmusik bis zur Musik des 21. Jahrhunderts erstreckt. Im Mittelpunkt stehen die von internationalen KünstlerInnen erarbeiteten Konzerte mit dem festlichen Eröffnungskonzert am Samstag, 21. August in der barocken Hopfgartner Pfarrkirche (Durch die Zeiten) und mit den Kammerkonzerten am Dienstag, 24. August (Hebräische Variationen) und Donnerstag, 26. August (Hommage an Astor Piazzolla) in der Salvena. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim Kammermusikfest 2021.

ERÖFFNUNGSKONZERT Samstag, 21. August
20.30 Uhr, Pfarrkirche

Durch die Zeiten


Antonio Vivaldi 
(1678–1741)
La Folia op.1/12 für 2 Violinen & Basso continuo
Don Jaffé (*1933) 
Durch die Zeit – Goldberg Variationen für Violoncello & Orgel
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Konzert d-moll BWV 1052 für Orgel & Streicher
Antonín Dvorák (1841–1904) 
Quintett für 2 Violinen, Viola, Violoncello & Kontrabass G-Dur op. 77

Unser erstes Konzert basiert auf der von uns allen über die Jahre lieb gewonnenen Achse Vivaldi & Bach. Vivaldis fantasievolle und hochkapriziöse Folia-Variationen werden durch die spielfreudige Polyphonie des Bachschen Orgelkonzerts ergänzt. "Durch die Zeit" ist eine berührende Komposition von Don Jaffé, angelegt als Variationen über Bachs Goldberg Variationen und dem Schicksal von D. Jaffés Mutter gewidmet. Im Gegensatz dazu ist Antonín Dvoráks sogenanntes Bassquintett eine freudige Bejahung der menschlichen Existenz. 

KAMMERKONZERT Dienstag, 24. August
 20.00 Salvena Hopfgarten

Hebräische Variationen


Gideon Klein (1919–1945)
Trio für Violine, Viola & Violoncello
Anna Segal
Niggun für Violoncello, Klavier & Harfe
Zikmund Schul (1916–1944)
2 Chassidische Tänze für Viola & Violoncello
Leon Gurvitch (*1979)
Anne Frank Suite für Violoncello & Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Trio Nr 1 d-moll op. 49 für Klavier, Violine & Violoncello

Neue Stimmungen und Klangfarben erleben Sie bei den Hebräischen Variationen. Sein Streichtrio hat der geniale Gideon Klein im KZ Theresienstadt wenige Tage vor seiner Deportation nach Auschwitz vollendet und doch ist neben sehnsüchtigen Momenten wenig von der bedrückenden Situation zu erleben. Ähnliches kann man von den 2 miniaturhaften Chassidischen Tänzen von Zikmund Schul sagen. Leon Gurvitchs Anne Frank Suite wurde von Monica Gutman und Ramon Jaffé 2018 uraufgeführt. Dieses fast schon an Filmmusik erinnernde Werk ist voll innerer Zartheit, Poesie aber auch Dramatik komponiert. Niggun wurde von Anna Segal für Monica Gutman, Ramón und Serafina Jaffé geschrieben. Ein Stück, das den Zusammenklang  der ungewöhnlichen Besetzung auf einmalige Weise poetisch verbindet. Das Klaviertrio Nr. 1 von Felix Mendelssohn Bartholdy gehört zu den Höhepunkten dieser Gattung und ist von unendlich schönen Melodien auf der einen Seite und einer virtuosen Brillanz geprägt. 

KAMMERKONZERT Donnerstag, 26. August 20.00, Salvena Hopfgarten

Hommage an Piazzolla


Astor Piazzolla (1921–1992)
Fuga y misterio für Streichquartett
Nadia Boulanger (1887–1979)
3 piéces für Violoncello & Klavier
José Bragato (1915–2017)
Impressionista für Violine & Klavier
Noposepe Tango für Klavier
Vanguardista für Klavier
Milontan für Violoncello & Klavier
Astor Piazzolla (1921–1992)
Escualo für Violine & Klavier
Tango Etüde Nr. 3 für Viola solo 
4 Jahreszeiten, verschiedene Besetzungen

2021 wäre der König des Tango Nuevo, Astor Piazzolla, 100 Jahre – man möchte schon beinahe sagen jung – geworden. Natürlich steht seine Musik in möglichst großer Vielfalt im Mittelpunkt unseres heutigen Programms. Dennoch möchten wir Ihnen auch zwei Komponisten aus seiner Umgebung vorstellen. Zum einen ist es die wunderbare Nadia Boulanger, bei ihr hat der junge Astor Komposition studiert – sie hat ihm den Weg zum Tango gewiesen. Und zum anderen der aus Italien stammende José Bragato, der zum bekanntesten Cellisten des Tango Argentino wurde. Bragato hat unzählige Werke Piazzollas für verschiedene Besetzungen transkribiert, jedoch hat auch er uns wunderbare eigene Kompositionen hinterlassen.

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 – KARTENPREIS: € 25,–

– VORVERKAUFSPREIS € 23,– 

– Ö1-Clubmitglieder: € 22,– 

– Junge Leute 15 bis 26 Jahre: € 15,–

– Kinder bis 14 Jahre frei

– Abonnement (3 Konzerte): € 65,– / Ö1-Club € 58,–

– Rollstuhlfahrer/innen erhalten freien Eintritt,
    Begleitpersonen zahlen Normalpreis

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Wir bitten Sie, wegen der vorgeschriebenen 3G-Kontrollen und der ggf. erforderlichen Registrierung (steht noch nicht fest) vor Konzertbeginn etwas Zeit zusätzlich einzuplanen.

Unser Verein - unser Kammermusikfest
Vom Geheimtipp zum Fixpunkt im Kultursommer

Das vom früheren Hopfgartner Pfarrer Nikolaus Erber gemeinsam mit Ramón Jaffé, Benjamin Schmid und Hansjörg Weisskopf 1995 gegründete Festival hat sich in den vergangen 27 Jahren von einem Geheimtipp zu einer der feinsten musikalischen Veranstaltungsreihen Westösterreichs entwickelt und zählt heute zu den Fixpunkten im Tiroler Kultursommer. Seit dem Weggang von Klaus Erber aus Hopfgarten 2003 wird das Kammermusikfest organisatorisch von einem Trägerverein, dem "Verein Kammermusik Hopfgarten" geführt, geleitet von Albin Ritsch, Andrea Achrainer und Dietmar Trägner.

Das Kammermusikfest hat von Beginn an einen eigenen Weg beschritten und hebt sich mit seinem Konzept von vielen anderen Festivals ab: Ramón Jaffé – künstlerischer Leiter des Festivals seit Beginn – entwickelt und erarbeitet die Programme ausschließlich für Hopfgarten. Es werden keine fixen Ensembles engagiert, sondern die Besetzungen Jahr für Jahr nach Erfordernis der jeweiligen Programme zusammengestellt. 

Die Musiker proben und erarbeiten die Stücke gemeinsam in Hopfgarten – eine sommerlich-entspannte aber intensive "Arbeitswoche" in freundschaftlicher Atmosphäre, bei der jedoch Wert auf höchste Qualität gelegt wird. Talentierte junge Musiker haben dem Festival ebenso ihren Stempel aufgedrückt wie arrivierte Größen. Besucher aus ganz Tirol, aus Salzburg, Süddeutschland, aber auch Gäste, die ihren Urlaub während des Festivals in Tirol verbringen, lassen sich in Hopfgarten musikalisch verwöhnen.